„UND WAS MACHST DU DANN DAMIT?“

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Heute möchte ich gerne mal etwas vorstellen, was nur indirekt mit Büchern und der Buchbranche zu tun hat, aber vielleicht für diejenigen, die sich in einer Phase beruflicher Orientierung befinden, interessant ist: eine Fortbildung. Ich habe 2013/2014 an dem zweisemestrigen Fortbildungsprogramm ‚Buch- und Medienpraxis‘ teilgenommen. Für mich war diese Weiterbildung ein großer Gewinn und da man sich aktuell wieder dafür bewerben kann, schreibe ich mal ein kleines Resümee.

Mit Germanistik und Japanologie habe ich zwei Geisteswissenschaften studiert, beide mit literaturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Die Frage, die ich kurz vor, während und nach meinem Studium am häufigsten hörte, ist nicht schwer zu erraten: „Und was machst du dann damit?“ Wer auf diese Frage mit einem Satz antwortet, der mehrere „vielleicht“ und „oder“ enthält – für den könnte die ‚Buch- und Medienpraxis‘ das Richtige sein. Hier gibt es die Gelegenheit, verschiedene Bereiche der Buch- und Medienbranche praktisch kennenzulernen. Nach meinem Studium war es mir sehr wichtig, Dinge selbst und direkt ausprobieren zu können: Wie organisiere ich eine Veranstaltung? Ist Onlinepublishing was für mich? Wie schreibe ich eine Pressemeldung? Was muss eine Verlagsvorschau können? Wie produziert man einen Dreiminüter für’s Radio?

Die ‚Buch- und Medienpraxis‘ bot mir die Gelegenheit, verschiedenste Felder innerhalb relativ kurzer Zeit ausprobieren zu können. Das wäre mit dem wohl gängigsten Weg, praktische Erfahrungen zu sammeln – Praktika – nicht so einfach gegangen. Wer kann schon in zwei Semestern zehn verschiedene Praktika absolvieren? Allerdings bekommt man in einem Praktikum natürlich tiefere Einblicke in eine Materie. Da die Fortbildung an drei Abenden die Woche stattfindet, lässt sich aber beides auch gut miteinander verbinden. Sicher ist die Fortbildung ‚Buch- und Medienpraxis‘ nicht für jeden das Richtige, dazu ist es viel zu individuell, was man schon mitbringt und was man sich wünscht.

Was ‚Buch- und Medienpraxis‘ kann:
– Die Chance bieten, Dinge auszuprobieren – selbstständig und in einem geschützten Rahmen
– neue Perspektiven eröffnen und einen Einblick geben
– eine Plattform bieten zum Kontakte knüpfen und netzwerken (üben)
– in der Gruppe mit den anderen 29 Teilnehmern Projekte entwickeln, Ideen anstoßen, sich gegenseitig ermutigen

Was die Buch- und Medienpraxis nicht kann:
– eine Jobgarantie bieten
– einen tiefergehend auf einen bestimmten Arbeitsbereich vorbereiten
– einem die Entscheidung abnehmen, was man beruflich machen möchte (aber vielleicht helfen rauszufinden, was man gut und gerne macht)

Ich habe von dieser Fortbildung auf jeden Fall profitiert. Es war inspirierend, mit den anderen Teilnehmern Projekte zu entwickeln und durchzuführen. Manche Kurse haben mir mehr gebracht, andere weniger, aber das war für mich in Ordnung. Die Dozenten habe ich zum allergrößten Teil als sehr engagiert & unterstützend wahrgenommen, die Koordinatoren waren immer da und sehr hilfsbereit. Mich hat das Programm ermutigt, danach zu schauen, was mir Spaß macht und worin ich gut bin – und diesen Weg dann konsequenter weiterzuverfolgen. Außerdem habe ich Dinge ausprobiert, an die ich mich sonst vielleicht nie gewagt hätte. Nicht zuletzt hat sich die Idee zu diesem Blog während der Weiterbildung entwickelt und festgesetzt. Und ganz nebenbei hat das Ganze auch ziemlich viel Spaß gemacht.

Dennoch gibt es auch ein Aber: Wenn man eigentlich schon weiß, in welchen Bereich es einen zieht, dann gibt es sicher Fortbildungsmöglichkeiten, die spezifischer auf eine bestimmte Sache zugeschnitten sind und einem dadurch für diesen Bereich mehr bringen. Deshalb kann ich nur ermutigen, sich genau anzusehen, was die Fortbildung bietet, und dann zu entscheiden – auch deshalb, weil meine Einschätzung natürlich höchst subjektiv ist. Auf der Homepage gibt es viele Informationen zum Konzept, den Zielen und Voraussetzungen. Bei Fragen kann man auch immer mit den Koordinatoren in Kontakt treten.

So lautet die Kurzbeschreibung von der Homepage der ‚Buch- und Medienpraxis‘:

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Was passiert nach dem Studium? Vielleicht zur Zeitung oder in einen Verlag? Oder wie wäre es, einmal die Arbeit einer Fernsehredaktion kennen zu lernen?

Das Fortbildungsprogramm Buch- und Medienpraxis der Uni Frankfurt spannt den Bogen zwischen dem geisteswissenschaftlichen Studium und der Praxis der Kultur- und Medienarbeit. In der zweisemestrigen Fortbildung haben Absolventen die Gelegenheit bei profilierten Vertretern aus beispielsweise Zeitung, Rundfunk und Verlag, Grundlagen der verschiedensten Bereiche kennenzulernen.

Die Bewerbungsfrist für den nächsten Jahrgang, der im Wintersemester 2015/16 beginnen wird, endet am 01. Juli 2015. Über Ihre Bewerbung würden wir uns sehr freuen!

Weitere Informationen sind unter www.buchundmedienpraxis.de zu finden.
Hier geht es zur Facebook-Seite der ‚BUMP‘.

© Beitragsbilder: Buch- und Medienpraxis

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