Literarischer Adventskalender #2

‚Der klassische Adventskalender‘

Der klassische AdventskalenderMein zweiter Favorit unter den literarischen Adventskalendern ist dieser Buch-Adventskalender. Herausgeberin Juliane Beckmann hat für diese Anthologie „die 24 schönsten Weihnachtsgeschichten“ versammelt. Besonders gelungen finde ich die Wahl der Autoren: Nicht nur Thomas Mann, Charles Dickens und Agatha Christie sind vertreten, sondern auch unbekanntere Schriftsteller wie Auguste Branchart oder Georg Ebers. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es für die geneigten Leser klassischer Literatur nicht nur ein Wiedersehen mit vertrauten Texten gibt (was ja aber auch sehr schön sein kann), sondern dass darüber hinaus Neuentdeckungen möglich sind. Deshalb ist dieser Adventskalender nicht nur ein Begleiter für die Vorweihnachtszeit, sondern auch eine Art Leseproben-Sammlung – in diesem Fall eben nach dem Kriterium der „Weihnachtlichkeit“ zusammengestellt. Bei mir verstärkt er jedenfalls die Lust, mal wieder einen der sogenannten Klassiker in die Hand zu nehmen – und die Neuerscheinungen mal eben beiseite zu lassen.
Mich persönlich hätte ja noch interessiert, wie hier der Begriff „Klassiker“ definiert wird und nach welchen Kriterien die Ausschnitte ausgesucht wurden. Es gibt da doch sicher mehr als diese 24 weihnachtstauglichen Texte, die infrage kommen, oder? Wieso also eben jene? Aber das wäre jetzt schon ganz schön pingelig. Schließlich geht es hier nicht um einen Forschungsauftrag, sondern darum, sich mit dem Buch auf das Sofa zu kringeln, mit Adventskranz, Tee und Vanillekipferln in Sicht- bzw. Reichweite. Das wird super. Leseprobe


Juliane Beckmann (Hrsg.): ‚Der klassische Adventskalender‘. 24 Geschichten bis zum Fest.‘ Erschienen bei S. Fischer, erhältlich in drei Varianten: als kleines Hardcover und Taschenbuch (je 10 Euro), außerdem als E-Book (3,99 Euro).

2 Antworten

  1. Schöne Alternative zu dem vom Literatur Quickie Verlag (wobei ich den total gerne hätte).
    Ich mag es gerne, gerade in der Weihnachtszeit, Klassiker zu lesen, die eben auch in dieser Zeit spielen. Leider vergesse ich aber immer, dass ich das eine oder andere Büchlein im Regal stehen habe.

    • Ja, ich finde das eine sehr schöne Möglichkeit, sich diesen Büchern (noch) mal auf anderem Wege zu nähern. Im eigenen Bücherregal auf Suche nach Geschichten mit Weihnachtsbezug oder -stellen zu gehen, könnte auch ganz spannend sein. Vielleicht ein Projekt für das nächste Jahr.
      Danke auch für Deine Verlinkung!

      Liebe Grüße, Malu

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