Deutscher Buchpreis: 2×2 Karten für eine Lesung zu gewinnen

BlindDate-Lesung mit einem Autoren der Longlist 2015

UPDATE // Die Verlosung ist beendet und damit stehen die beiden Gewinnerinnen fest:
Herzlichen Glückwunsch an Sabine Otterbein und Maja! Ich freue mich auf die Veranstaltung und Euer Kommen und habe mich noch mal schriftlich bei euch gemeldet.


Whoop whoop! Ich habe heute die besondere Ehre, etwas Tolles zu verlosen. Aber erst mal zur Vorgeschichte…

BlindDate-LesungDer Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat bundesweit acht Lesungen mit Kandidaten der Longlist verlost. Das Besondere: Die Gäste wissen nicht, welcher Autor an dem Abend zur Lesung kommen wird – deshalb „Blind Date“. Ungewissheit! Überraschung!

Und jetzt der Knaller: Die Buchhandlung, in der ich seit diesem Frühjahr arbeite, hat eine der Lesungen gewonnen! YEAH! Um meine Freude über diese Tatsache und auf diesen Abend mit euch zu teilen, verlose ich 2×2 Eintrittskarten für die Lesung. Da die Teilnahme an der Verlosung nur Sinn macht, wenn ihr in der Nähe seid und Zeit habt, hier die Eckdaten zur Veranstaltung: Sie findet am 11. September um 19.30 Uhr in Seligenstadt (Hessen) statt. Wer also vor Ort wohnt oder den Weg dahin nicht scheut (ich brauche von Frankfurt eine knappe Stunde von Tür zu Tür), ist herzlich eingeladen, an der Verlosung teilzunehmen!
Was ihr dafür tun müsst: Schreibt bis Sonntag, den 6. September 2015 um 20.00 Uhr einen Kommentar unter diesen Beitrag oder schickt eine Mail an post@buchbuechse.de und gebt einen Tipp ab: Wer von den nominierten Autoren wird am 11. September auf unserer BlindDate-Lesung lesen? Ob ihr richtig liegt oder nicht, spielt keine Rolle – raten allein macht Spaß und reicht schon. Die beiden Gewinner dieser Verlosung werden dann spätestens am Montag, den 7. September 2015 bekanntgegeben.

Seligenstadt ist zu weit, aber eine Blind Date Lesung zu erleben wäre schön? Hier könnt ihr nachschauen, ob eine der anderen Lesungen in eurer Nähe stattfindet.

P. S. Ich weiß schon, wer zu unserer Lesung kommen wird, und so viel kann ich verraten:
Ich freue mich. Sehr. Und jetzt geht’s los! Viel Glück.


Veranstaltungszeit & -ort:
11. September 2015, 19.30 Uhr
Jakobsaal im St. Josefshaus, Jakobstr. 5
63500 Seligenstadt

Veranstaltet durch:
der buchladen, Inhaberin: Bettina Haenitsch
Bahnhofstr. 18, 63500 Seligenstadt
Telefon: 06182 / 9485485
E-Mail: info@der-buchladen-seligenstadt.de
www.der-buchladen-seligenstadt.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Daten der Teilnehmer werden nach der Verlosung gelöscht.

Sommer, Sonne, Bücher!

Liebe Leserinnen und Leser, hier war es ganz schön ruhig in letzter Zeit – neue Arbeitsaufgaben haben mich ganz schön gefordert. Da war nicht so viel Zeit und Energie für die BUCHBÜCHSE übrig, aber das wird auch wieder anders werden. Allerdings nicht sofort: Jetzt ist erst mal Urlaub angesagt! Bevor es losgeht, möchte ich aber noch ein paar Empfehlungen dalassen für alle, die noch Lektüre-Ideen brauchen können.

Nina Sahm – Das letzte Polaroid

Das letzte Polaroid

Der Roman beginnt mit einem Sommer am Balaton und endet im Budapester Winter. Es geht um zwei Frauen, die sich als Jugendliche kennenlernen, ihre Freundschaft über die Distanz bewahren – und vielleicht dennoch weniger voneinander wissen, als sie glauben. Eine berührende Geschichte, die sich mit der Frage befasst: Wer bin ich – und wer möchte ich sein? Ein mitreißendes, poetisches und doch leichtfüßiges Debüt.

Mehr Infos und Leseprobe

 

Ruth Cerha – Bora. Eine Geschichte vom Wind

Bora

Ich mache jetzt mal was ganz Gewagtes und empfehle ein Buch, das ich selbst noch nicht gelesen habe. Warum? Weil ich auf die Qualität der Frankfurter Verlagsanstalt vertraue, weil andere LeserInnen, deren Einschätzungen und Geschmack ich häufig teile, das Buch gelobt haben – und weil es große Lust auf Sommer, Insel, Meer und Wind zu machen scheint. Ich habe es jedenfalls in meinen Koffer gepackt und werde berichten, ob es meine Erwartungen erfüllen konnte – vielleicht können wir uns ja dann austauschen? Leseprobe

 

Anna Woltz – Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess

Meine wunderbar seltsame Woche mit TessAllen, die Lust auf eine Feriengeschichte haben oder etwa neunjährige Kinder, die noch Urlaubslektüre brauchen, sei dieses wunderbare Buch empfohlen. Es geht um Samuel, der mit seiner Familie Urlaub auf Texel macht und dort die irgendwie seltsame Tess kennenlernt. Aber seltsam ist gut, Samuel mag das. Und dass Tess nichts Geringeres vorhat, als ihren ihr unbekannten Vater unter einem Vorwand auf die Insel zu locken und zu schauen, ob er als Papa für sie taugt, macht die Sache erst richtig aufregend. Freundschaft, Familie, Tod und Abschied – das steckt alles drin in der Geschichte, und dennoch kommt sie auch leicht und witzig daher. Mir hat das Buch viel Spaß gemacht. Mehr Infos und Leseprobe

So, bis bald, und habt einen schönen Sommer – mit Sonne und Büchern und allem, was euch gut tut!

BOOKUP UND BÜCHER UND BLUMEN

BookUp again: zu Gast bei der Frankfurter Verlagsanstalt

Schon lange habe ich mich darauf gefreut, letzten Mittwoch war es endlich so weit: BookUp bei der Frankfurter Verlagsanstalt. Ja, das sind die mit dem Elefanten im Logo! Und diesem aufsehenerregenden Riesenbuch der georgischen Autorin Nino Haratischwili! Genau, dieser kleine, unabhängige 3-Frau-1-Mann-Betrieb.

BookUp_FVAMit der Veranstaltung bei der Frankfurter Verlagsanstalt fand nun schon das 25. BookUp statt (was das genau ist, könnt ihr hier nachlesen), ich war zum zweiten Mal dabei. Auf dieses BookUp habe ich mich aus mehreren Gründen besonders gefreut. Zum einen, weil ich die Bücher aus der Frankfurter Verlagsanstalt sehr mag und es toll ist, mehr über die Arbeit eines geschätzten Verlages zu erfahren. Zum anderen, weil die BookUps tolle Gelegenheiten sind, andere Menschen zu treffen, die sich für Bücher und für’s Büchermachen interessieren – und da hatten sich etliche Leute angekündigt, auf die ich mich freute.

JWolf_AllesIstJetztWas hat uns nun also erwartet? Nach einer herzlichen Begrüßung durch Franziska Hedrich, die bei der FVA für die Pressearbeit zuständig ist, sprach der Verleger Joachim Unseld über die Ausrichtung des Verlages und das kommende Herbstprogramm. Danach las Julia Wolf aus ihrem Debütroman ‚Alles ist jetzt‘ und schaffte es, mir richtig Lust auf dieses Buch zu machen. Es liegt schon länger hier und ist nun auf der Liste ein ganzes Stück nach oben gerutscht. Alle, die Lust auf eine sprachlich sehr besonders gestaltete Geschichte haben, in der sich eine junge Frau mit den Schwierigkeiten des eigenen Lebens und der Macht von Erinnerungen auseinandersetzt, sollten sich diesen Roman mal anschauen. Hier gibt es auch noch einen kleinen Trailer zu ‚Alles ist jetzt‘.

Da einige andere Buchbloggerinnen ganz schnell waren und schon über die Veranstaltung geschrieben haben, verweise ich für die Details mal auf die Beiträge von buzzaldrinsblog und El Tragalibros. Dort könnt ihr alle Einzelheiten zu diesem schönen Abend nachlesen und euch viele tolle Fotos anschauen. Außerdem gibt es hier ein Storify mit unseren Tweets  – wie beim BookUp üblich, haben wir unter dem Hashtag #bookupDE getwittert, als ob es kein Morgen gäbe.

Ich möchte den Besuch bei der Frankfurter Verlagsanstalt nun aber vor allem auch zum Anlass nehmen, um euch meinen langjährigen Lieblingstitel aus dem Verlag vorstellen:

Nicolas Dickner – ‚Nikolski‘

Nikolski

„Mein Name ist ohne Bedeutung.
Alles beginnt im September 1989 gegen sieben Uhr in der Frühe.
Ich schlafe noch, eingerollt in meinen Schlafsack, im Wohnzimmer auf dem Boden. Um mich herum stapeln sich Pappkartons, zusammengerollte Teppiche, halb auseinandergenommene Möbel und Werkzeugkisten. Die Wände sind kahl bis auf die hellen Flecken von den Bilderrahmen, die dort allzu lange hingen.“
(S.11 der FVA-Ausgabe)

‚Nikolski‘ ist das Debüt des kanadischen Autors Nicolas Dickner. Mit diesem Roman landete er 2005 einen Überraschungserfolg: Der Autor erhielt für seinen Erstling gleich mehrere Preise, das Buch wurde in dreizehn Sprachen übersetzt (darunter jeweils eigene Übersetzungen in kanadisches, amerikanisches & britisches Englisch)  und laut Éditions Alto weltweit mehr als 100.000 mal verkauft (Stand 2013). 2008 erschien es in der Übersetzung von Andreas Jandl bei der Frankfurter Verlagsanstalt.

„Tausende Kilometer voneinander getrennt und doch – ohne es zu wissen – derselben Familie angehörig, wachsen drei Jugendliche auf, zwei Söhne und eine Nichte des ruhelosen Matrosen Jonas Doucet.
Da ist der namenlose Erzähler, der in Montréal als Buchhändler jobbt. Die einzige Erinnerung an seinen Vater ist der ‚Nikolski-Kompass‘,  der nicht nach Norden weist, sondern auf den winzigen, hinter Alaska auf den Aleuten gelegenen Ort Nikolski. Noah ist der Halbbruder des Erzählers, seine Mutter ist eine von ihrem Stamm verstoßene Indianerin. Als Noah nach Montréal aufbricht, ist in seinem Gepäck das ‚dreiköpfige Buch‘, das auf geheimnisvolle Weise mit seiner Herkunft verbunden zu sein scheint. Joyce, die Dritte im Bunde, ist die Nichte von Jonas Doucet. Tagsüber filetiert sie Fisch, nachts stiehlt sie Computerteile aus Mülltonnen. Und hätte der Nikolski-Kompass ein bisschen besser funktioniert, vielleicht hätten die drei den Norden ihres Lebens und einander gefunden.“ (Text Buchumschlag)

‚Nikolski‘ hat mich damals umgehauen. Die Figuren, ihre verschlungenen Lebenswege, die sich immer wieder kreuzen, ohne sich jedoch wirklich zu berühren, die Sehnsucht und das Suchen, das alle umtreibt, die merkwürdigen Dinge, mit denen sie sich befassen… L’Actualité nannte den Roman einen „Genuss für die Neuronen“, und das ist das Buch wirklich. Es gehört für mich, obwohl meine Lektüre schon etwa sechs Jahre zurückliegt, nach wie vor zu meinen liebsten Büchern. Und jetzt, in der wiederholten genaueren Beschäftigung mit diesem Roman, habe ich beschlossen, dass ich es erneut lesen will und muss, weil mir viele Details wieder entfallen sind.
Bemerkenswert finde ich auch das Cover: Es war in meinem Fall der Anlass, das Buch zu kaufen. Ich hatte vorher weder von Dickner gehört noch ein besonderes Interesse an kanadischer Literatur – aber diese Fische haben es mir angetan. Und wann immer ich das Buch verschenkt oder anderen mit einem eindringlichen „Lies das!-Blick“ gezeigt habe, waren die Leute ebenfalls angetan.

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt – ich möchte für diesen Titel von der Backlist der Frankfurter Verlagsanstalt eine klare Leseempfehlung aussprechen. Es ist ein faszinierender Roman, dessen merkwürdige Atmosphäre mit Fischen und Müllhalden und indianischer Vorgeschichte einen direkt gefangen nimmt und so schnell nicht wieder freigibt. Bitte lesen! Schnell! Hier findet ihr eine Leseprobe.

IMG_3771Mit ‚Nikolski‘ und ‚Alles ist jetzt‘ sind nun schon zwei Leseanregungen zu FVA-Büchern auf dem Tisch. Zum Anschluss möchte ich mit dem Blick auf das Herbstprogramm noch Danke sagen für mein Mitbringsel vom BookUp und einen dritten Titel ins Spiel bringen: Mit Ruth Cerhas ‚Bora. Eine Geschichte vom Wind‘ liegt jetzt schon ein ganz neuer Titel hier, der bereits im Juli erscheinen wird. Ich bin gespannt auf das FVA-Sommerbuch! Neugierige können sich ja schon mal das Herbstprogramm 2015 zu Gemüte führen. Danke an die Frankfurter Verlagsanstalt für einen tollen Abend und wunderbare Bücher!


Genannte Bücher:
Cerha, Ruth: ‚Bora. Eine Geschichte vom Wind.‘ Erscheint im Juli 2015.
Dickner, Nicolas: ‚Nikolski‘. Aus dem Französischen von Andreas Jandl. Deutsche Ersterscheinung 2008 bei der Frankfurter Verlagsanstalt. Seit 2011 auch als Taschenbuch im btb Verlag.
Haratischwili, Nino: Das achte Leben (Für Bilka). Erschienen im September 2014.
Wolf, Julia: ‚Alles ist jetzt‘. Erschienen im Februar 2015.

LIEBLINGSLESEPLATZ

Lieblingsleseplatz

#21 in der Reihe Lieblingsleseplätze

Diese Woche durfte ich auf dem Blog von Kerstin Scheuer meinen Lieblingsleseplatz vorstellen und ein paar Fragen rund ums Lesen beantworten. Stille oder Musik? E-Book, Taschenbuch oder gebundenes Buch? Wer Lust hat, ein bisschen was über meine persönlichen Lesevorlieben zu erfahren, kann hier weiterlesen. Und noch ein bisschen auf Kerstins Blog verweilen – da gibt es nämlich einiges zu entdecken! Unter dem Motto „so many books – so little time“ schreibt die pendelnde S-Bahn-Leserin über alles rund um Bücher und E-Reading. Schaut mal rüber!

„UND WAS MACHST DU DANN DAMIT?“

Bump Flyer vorne

 

 

 

Heute möchte ich gerne mal etwas vorstellen, was nur indirekt mit Büchern und der Buchbranche zu tun hat, aber vielleicht für diejenigen, die sich in einer Phase beruflicher Orientierung befinden, interessant ist: eine Fortbildung. Ich habe 2013/2014 an dem zweisemestrigen Fortbildungsprogramm ‚Buch- und Medienpraxis‘ teilgenommen. Für mich war diese Weiterbildung ein großer Gewinn und da man sich aktuell wieder dafür bewerben kann, schreibe ich mal ein kleines Resümee.

Mit Germanistik und Japanologie habe ich zwei Geisteswissenschaften studiert, beide mit literaturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Die Frage, die ich kurz vor, während und nach meinem Studium am häufigsten hörte, ist nicht schwer zu erraten: „Und was machst du dann damit?“ Wer auf diese Frage mit einem Satz antwortet, der mehrere „vielleicht“ und „oder“ enthält – für den könnte die ‚Buch- und Medienpraxis‘ das Richtige sein. Hier gibt es die Gelegenheit, verschiedene Bereiche der Buch- und Medienbranche praktisch kennenzulernen. Nach meinem Studium war es mir sehr wichtig, Dinge selbst und direkt ausprobieren zu können: Wie organisiere ich eine Veranstaltung? Ist Onlinepublishing was für mich? Wie schreibe ich eine Pressemeldung? Was muss eine Verlagsvorschau können? Wie produziert man einen Dreiminüter für’s Radio?

Die ‚Buch- und Medienpraxis‘ bot mir die Gelegenheit, verschiedenste Felder innerhalb relativ kurzer Zeit ausprobieren zu können. Das wäre mit dem wohl gängigsten Weg, praktische Erfahrungen zu sammeln – Praktika – nicht so einfach gegangen. Wer kann schon in zwei Semestern zehn verschiedene Praktika absolvieren? Allerdings bekommt man in einem Praktikum natürlich tiefere Einblicke in eine Materie. Da die Fortbildung an drei Abenden die Woche stattfindet, lässt sich aber beides auch gut miteinander verbinden. Sicher ist die Fortbildung ‚Buch- und Medienpraxis‘ nicht für jeden das Richtige, dazu ist es viel zu individuell, was man schon mitbringt und was man sich wünscht.

Was ‚Buch- und Medienpraxis‘ kann:
– Die Chance bieten, Dinge auszuprobieren – selbstständig und in einem geschützten Rahmen
– neue Perspektiven eröffnen und einen Einblick geben
– eine Plattform bieten zum Kontakte knüpfen und netzwerken (üben)
– in der Gruppe mit den anderen 29 Teilnehmern Projekte entwickeln, Ideen anstoßen, sich gegenseitig ermutigen

Was die Buch- und Medienpraxis nicht kann:
– eine Jobgarantie bieten
– einen tiefergehend auf einen bestimmten Arbeitsbereich vorbereiten
– einem die Entscheidung abnehmen, was man beruflich machen möchte (aber vielleicht helfen rauszufinden, was man gut und gerne macht)

Ich habe von dieser Fortbildung auf jeden Fall profitiert. Es war inspirierend, mit den anderen Teilnehmern Projekte zu entwickeln und durchzuführen. Manche Kurse haben mir mehr gebracht, andere weniger, aber das war für mich in Ordnung. Die Dozenten habe ich zum allergrößten Teil als sehr engagiert & unterstützend wahrgenommen, die Koordinatoren waren immer da und sehr hilfsbereit. Mich hat das Programm ermutigt, danach zu schauen, was mir Spaß macht und worin ich gut bin – und diesen Weg dann konsequenter weiterzuverfolgen. Außerdem habe ich Dinge ausprobiert, an die ich mich sonst vielleicht nie gewagt hätte. Nicht zuletzt hat sich die Idee zu diesem Blog während der Weiterbildung entwickelt und festgesetzt. Und ganz nebenbei hat das Ganze auch ziemlich viel Spaß gemacht.

Dennoch gibt es auch ein Aber: Wenn man eigentlich schon weiß, in welchen Bereich es einen zieht, dann gibt es sicher Fortbildungsmöglichkeiten, die spezifischer auf eine bestimmte Sache zugeschnitten sind und einem dadurch für diesen Bereich mehr bringen. Deshalb kann ich nur ermutigen, sich genau anzusehen, was die Fortbildung bietet, und dann zu entscheiden – auch deshalb, weil meine Einschätzung natürlich höchst subjektiv ist. Auf der Homepage gibt es viele Informationen zum Konzept, den Zielen und Voraussetzungen. Bei Fragen kann man auch immer mit den Koordinatoren in Kontakt treten.

So lautet die Kurzbeschreibung von der Homepage der ‚Buch- und Medienpraxis‘:

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Was passiert nach dem Studium? Vielleicht zur Zeitung oder in einen Verlag? Oder wie wäre es, einmal die Arbeit einer Fernsehredaktion kennen zu lernen?

Das Fortbildungsprogramm Buch- und Medienpraxis der Uni Frankfurt spannt den Bogen zwischen dem geisteswissenschaftlichen Studium und der Praxis der Kultur- und Medienarbeit. In der zweisemestrigen Fortbildung haben Absolventen die Gelegenheit bei profilierten Vertretern aus beispielsweise Zeitung, Rundfunk und Verlag, Grundlagen der verschiedensten Bereiche kennenzulernen.

Die Bewerbungsfrist für den nächsten Jahrgang, der im Wintersemester 2015/16 beginnen wird, endet am 01. Juli 2015. Über Ihre Bewerbung würden wir uns sehr freuen!

Weitere Informationen sind unter www.buchundmedienpraxis.de zu finden.
Hier geht es zur Facebook-Seite der ‚BUMP‘.

© Beitragsbilder: Buch- und Medienpraxis

DECKEL DRAUF [04/2015]

April 2015

Dieser April war für mich ein Viellesemonat – acht Bücher habe ich gelesen und eins nehme ich noch mit hinüber in den Mai. Ich bin mit dem Monat sehr, sehr zufrieden – es waren einige richtig tolle Entdeckungen dabei und nicht ein Titel, auf den ich wirklich lieber verzichtet hätte.

‚Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek‘ von David Whitehouse

1309_01_SU_Whitehouse_DieReise_47L.inddEine wunderbare Geschichte über eine gemeinsame Flucht und über die Wirkung, die Bücher und das Erzählen von Geschichten auf die Menschen haben können. Herzerwärmend, aber frei von Kitsch, skurril, spannend. Schön!

Mehr Informationen zum Buch gibt es hierLeseprobe

‚Liebe mit zwei Unbekannten‘ von Antoine Laurain

3df2141ad3Eine Liebesgeschichte mit einem ungewöhnlichen Aufhänger und sympathischen Figuren – charmant, manchmal überraschend, aber für mich kein Buch, das mich nachhaltig begeistert.

Hier gibt es Genaueres zum Buch und hier gibt es einen Bericht des SWR2.

‚Der Junge, der mit den Piranhas schwamm‘ von David Almond

36872„Eine Frage: Wie würde es euch gefallen, wenn jemand aus eurer Familie – euer Onkel Ernie zum Beispiel – euer Zuhause in eine Fischfabrik verwandeln würde?“
Stanley Potts sieht nur eine Lösung: Abhauen. Und auf dem Jahrmarkt neu anfangen. ‚Der Junge, der mit den Piranhas schwamm‘ ist ein sehr schönes Kinderbuch über Mut und Vertrauen – in sich und in andere. David Almond erzählt Stanleys Geschichte mit feinem Humor, Oliver Jeffers Illustrationen machen ein rundum gelungenes Buch daraus.
Hier könnt ihr einen Blick hineinwerfen.

‚Das Mädchen mit dem Haifischherz‘ von Jenni Fagan

„Hart Im Nehmen sollten die Leserinnen und Leser sein – denn nur dann dringt durch diese drastische Sprache eine höchst intelligente, verletzliche und doch starke Heldin durch, die alles daran setzt, in einem gnadenlosen System Autonomie zu erlangen.“, schreibt Tina Rausch im ‚Eselsohr‘, und ich stimme ihr zu. Manchmal ist diese Widersprüchlichkeit kaum auszuhalten, doch genau das macht für mich die Qualität des Buches aus – die Zerrissenheit von Anais, ihre Not, ihr Stolz, ihre Trauer und ihre Sehnsucht – all das lässt Jenni Fagan spürbar werden. Ein starkes Romandebüt – diese Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten! Mehr Informationen und Leseprobe.

‚Anders‘ von Andreas Steinhöfel

AndersIch bin sowieso ein großer Fan von Andreas Steinhöfel, aber dieses Buch finde ich schlicht grandios. Es ist spannend, poetisch, vielschichtig, klug konstruiert, berührend, niemals kitschig, literarisch. Wenn ich mich von allen meinen Aprilbüchern für eines entscheiden müsste – ich würde dieses wählen. Es ist für mich das Jugendbuch des vergangenen Bücherherbstes.

Hier gibt es eine Leseprobe und hier eine Rezension von Tilman Spreckelsen, der sogar das Wort „Meisterwerk“ benutzt. Uiuiui.

‚Altes Land‘ von Dörte Hansen

Altes Land von Doerte Hansen

„Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.“, schreibt der Knaus Verlag hier über Dörte Hansens ersten Roman. Die Geschichte der beiden Frauen, jede auf ihre Art ein Flüchtling, jede auf ihre Art besonders und unangepasst, hat mir sehr gut gefallen.
Bei ‚Buzzaldrins Bücher‘ gibt es eine sehr lesenswerte ausführliche Rezension und natürlich gibt es auch eine Leseprobe.

‚Applaus für Bronikowski‘ von Kai Weyand

9783835316041lDer Roman erzählt die Geschichte von Nies, der über dreißig, aber trotzdem noch nicht so richtig erwachsen ist. Wenn er nicht mehr weiter weiß, wirft er Eier oder Tomaten gegen die gegenüberliegende Hauswand. Und weil man ja von irgendetwas leben muss, heuert er in einem Bestattungsinstitut an. Nies lässt den Leser an seinen Gedanken zu den Lebenden und den Toten teilhaben, und seine Ideen sind bisweilen absurd. Eine nachdenkliche und gleichzeitig schwarzhumorige Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Wer mehr über ‚Applaus für Bronikowski‘ lesen will, dem empfehle ich diese Rezension auf ‚Literaturen‘.

‚Vergiss nicht, das Salz auszuwaschen‘ von Sohyun Jung

imageDas letzte Buch, das ich im April beendet habe, war eine Graphic Novel. Die kleine, feine Geschichte um die Koreanerin Hana und ihre Sehnsucht nach Kimchi habe ich hier schon vorgestellt.

 

 

Wie war euer Lektüremonat April? Gab es eine tolle Entdeckung oder wart ihr richtig enttäuscht von einem Titel? Und liegt vielleicht eines meiner Aprilbücher auch bei euch auf dem Stapel?

 

AUSGELOST!

Der Welttag des Buches und der Start der BUCHBÜCHSE waren ja der Anlass für diese Verlosung. Jetzt hab ich nicht lange gefackelt, Lose gefaltet, ein bisschen Schicksal gespielt und voilà – hier kommt das Ergebnis!

Auslosung BsL

Herzlichen Glückwunsch an Nicola und Ramona! Ihr bekommt beide noch eine Mail von mir.

Vielen lieben Dank an alle die teilgenommen haben. Das war schön! Könnten wir mal wieder machen, oder?

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POST FÜR DIE BUCHBÜCHSE!

Sohyun Jung – ‚Vergiss nicht, das Salz auszuwaschen‘

Sohyun Jung Vergiss nichtVor einer Weile hatte der mairisch verlag eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen, um eine zweite Auflage von Sohyun Jungs Graphic Novel ‚Vergiss nicht, das Salz auszuwaschen‘ realisieren zu können. Nun ja – ich wollte dieses Buch haben. Es war Indiebookday. Es geht – unter anderem – um Kimchi. Was soll man da tun? Mitmachen natürlich!

Und heute – oh Freude – kam die Schönheit zusammen mit einer Karte hier an. Es ist ja nicht so, dass hier nicht schon das eine oder andere Buch in der Warteschleife hängen würde… Aber diese schöne, kleine Geschichte hat sich heute einfach vorgedrängelt.

Worum geht es?

Hana zieht von Korea nach Deutschland. Während ihre Mutter glaubt, Hana könne ohne Kimchi nicht überleben, will die junge Koreanerin erstmal sehen, was ihre neue Umgebung so zu bieten hat. Das deutsche Essen erscheint ihr als gewöhnungsbedürftig, aber schon in Ordnung. Nur – mit der Zeit vermisst sie den fermentierten Kohl, ohne den kaum eine koreanische Mahlzeit auskommt, doch ganz schön. Also probiert sie erst das eigentlich verpönte Fertig-Kimchi und versucht sich dann an sämtlichen zur Verfügung stehenden Youtube-Anleitungen zur eigenständigen Zubereitung. Aber irgendwie muss es doch mehr wie bei Mama sein, obwohl Hana ja eigentlich alleine zurechtkommen will…
In der von Sohyun Jung mit wunderschönen Bildern erzählten Geschichte geht es nicht nur darum, das beste Kimchi-Rezept zu finden. Es geht um Einsamkeit und Ankommen in der Fremde, um Nähe und Abgrenzung, um erwachsen werden und Tochter bleiben.
‚Vergiss nicht, das Salz auszuwaschen‘ ist eine kleine, feine Graphic Novel, die mir sehr gut gefallen hat. Und jetzt muss ich unbedingt Kimchi machen. Zum Glück ist ein Rezept dabei.

Mehr Informationen und eine Leseprobe findet ihr hier auf der Seite des Verlages.

Sohyun Jung: ‚Vergiss, nicht das Salz auszuwaschen‘. Erschienen beim mairisch verlag.

HERZLICH WILLKOMMEN!

Die BUCHBÜCHSE erblickt das Licht der Welt…

Ich bin sehr aufgeregt und freue mich, heute mit meinem Literaturblog online zu gehen. Kommt herein, schaut euch um – ihr seid herzlich willkommen!

Hier findet ihr Rezensionen und Verschiedenes rund um’s Buch und die Buchbranche.
Wenn ihr die BUCHBÜCHSE auch anderswo besuchen wollt, könnt ihr das hier auf Twitter oder hier bei Instagram tun.

Ich freue mich auf’s Schreiben und auf einen regen Austausch rund ums Buch!

Malu

23. April – WELTTAG DES BUCHES

DIE VERLOSUNG IST BEENDET.

Die Gewinner werden spätestens am 1. Mai 2015 hier bekannt gegeben und zusätzlich per Mail informiert. Vielen Dank für eure Teilnahme!

Alles Gute zum Welttag, liebes Buch!
Happy birthday, liebe BUCHBÜCHSE!

Logo Blogger schenken Lesefreude

Heute wird gefeiert. Der von der UNESCO ausgerufene Welttag des Buches jährt sich zum zwanzigsten Mal. Und ich gehe heute mit der BUCHBÜCHSE online, weil dieser Ehrentag des Buches doch ein schöner Moment ist, um mit einem Literaturblog zu beginnen.

Damit die große Buchparty noch mehr Spaß macht, gibt es sogar Geschenke! Ich mache bei der Aktion Blogger schenken Lesefreude mit und verlose zwei Bücher.

 „Die Lüge“ von Uwe Kolbe, erschienen bei S. Fischer.

u1_978-3-10-040221-9„Dies ist die Geschichte einer maßlosen und erschreckenden Verstrickung: Ein Vater, der in den Osten ging, um dem Land seiner Hoffnungen zu dienen. Ein Sohn, der als Komponist die Sounds seiner Generation einfängt und sich mit der Zensur arrangiert. Als der Sohn Karriere macht, steht der Vater vor der Tür. Fortan umkreisen sich die beiden, nur langsam ahnt man, welchen Kampf sie miteinander führen.
Uwe Kolbes Roman vom Verrat am eigenen Leben ist auch eine Absage an die Gleichgültigkeit, ob im Alltag einer Diktatur oder anderswo.“ (Klappentext)
Mehr Informationen zum Buch und zum Autor sowie einen Link zu einer  Leseprobe findet ihr hier.

„Meistens alles sehr schnell“ von Christopher Kloeble,
erschienen bei dtv.

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Der Roman erzählt die Geschichte von Fred und Albert, Vater und Sohn. Theoretisch. Aber Fred regt sich sehr leicht auf, zählt mit Vorliebe grüne Autos und liest ausschließlich Lexika. Also versucht der 19jährige Albert, das Leben der beiden Männer auf die Reihe zu kriegen. Als klar wird, dass Fred nicht mehr so viel Zeit zum Leben bleibt, machen sich die beiden Männer auf die Suche nach Alberts Mutter und tauchen dabei immer tiefer in die Vergangenheit und die Geschichte ihrer Familie ein. Hier bei dtv findet ihr mehr Infos zu „Meistens alles sehr schnell“.

Wer eine dieser beiden sehr unterschiedlichen Vater-Sohn-Geschichten gewinnen möchte, kommentiert bis zum 30.04.15 um 12.00 mittags diesen Beitrag. Danach lose ich aus.

Bitte schreibt in den Kommentar, welches der Bücher euch interessiert und warum. Wer nicht kommentieren mag, schickt eine Mail an post@buchbuechse.de.
Ich wünsche euch viel Glück!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Daten der Teilnehmer werden nach der Verlosung gelöscht.